Penélope Cruz talks Pirates Of The Caribbean On Stranger Tides

NOCH MEHR VORFREUDE

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‘Pirates’ 4: Keith Richards ‘still shocked’ to work for Disney (Los Angeles Times)

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extra photos of the Disney world premiere (Stitch Kingdom)

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Piratin der Kunst – Dominique Gonzalez-Foerster

ZUGEZWITSCHERT Die Künstlerin Dominique Gonzalez-Foerster lud zum Jahrestag des Untergangs der Titanic ins Guggenheim Museum in NYC. Claudia Bodin war für das Kunstmagazin art vorort :

“Gegen 20.40 Uhr waren auch die Passagiere der unteren Klassen an Bord versammelt. Die erste Klasse hatte bereits ein Drei-Gänge-Menü mit Austern, Lamm und Waldorf-Pudding für 350 Dollar im Museumsrestaurant “Wright” genossen, war per Fahrstuhl zum “A Deck” im oberen Teil der Rotunde befördert worden, wo Cocktails, ein Streichtrio und Liegestühle auf sie warteten.

Ein Gongschlag erklang und die Gäste der Billigklasse mit ihren 30-Dollar-Tickets wurden gebeten, sich von den Sitzplätzen im Keller des Guggenheim-Theaters zu erheben, um sich wie eine Horde von den weiß gekleideten Stewards in das Museum treiben zu lassen. Natürlich mussten sie die Stufen im Treppenhaus des Guggenheims, das tatsächlich an den Bauch eines Ozeandampfers erinnert, hinauflaufen. Sie nahmen die Stehplätze im unteren Teil der Rotunde ein – und warteten auf den Untergang.

Zum 99. Jahrestag des Titanic-Unglücks inszenierte die französische Künstlerin Dominique Gonzalez-Foerster das Erlebniskonzert “T.1912″ im New Yorker Guggenheim Museum. Die Idee für das Katastrophen-Stück kam ihr, als sie gelesen hatte, dass der letzte Überlebende des tragischen Ereignisses von 1912 vor zwei Jahren gestorben und damit jede lebende Erinnerung verschwunden war. Die weiße Rampe der Rotunde erinnerte die Künstlerin an die Decks eines Ozean-Liners. Die Titanic befand sich damals ja auf Jungfernfahrt von Southampton nach New York. Und so tat sich die Künstlerin mit dem New Yorker Wordless Music Orchestra zusammen, dessen 30, in weiß gekleidete Musiker im Erdgeschoss der Rotunde “The Sinking of the Titanic” von dem britischen Komponisten Gavin Bryars spielten. Bryars hatte die Musik 1969 in Anlehnung an die Berichte der Überlebenden geschrieben. Vor allem die Tatsache, dass das Orchester der Titanic am Abend des 14. April 1912 weiterspielte, als der vermeintlich unsinkbare Luxusliner um 23.40 Uhr auf einen Eisberg traf und schließlich um 2.18 Uhr im Meer versank, hatte Bryars zu der Komposition angeregt. Die Orchestermitglieder starben mit mehr als 1500 Passagieren. Darunter Benjamin Guggenheim, der Bruder von Museumsgründer Solomon und Vater der berühmten Sammlerin Peggy Guggenheim. Guggenheim war mit Geliebter und Entourage an Bord und soll mit seinem Diener in bester Garderobe, Weinbrand trinkend und Zigarre rauchend auf einem der Liegestühle an Deck dem Untergang getrotzt haben. 705 Passagiere überlebten die Katastrophe.

Die 1965 geborene Gonzalez-Foerster wurde mit Rauminstallationen bekannt, die an Traumwelten erinnern. Bereits 2008 machte sie sich mit “TH.2058″ einen Namen für Katastrophen-Inszenierungen, als sie die Turbinenhalle der Londoner Tate Modern in das Auffanglager einer untergegangenen Zivilisation verwandelte, in der das Land auf Grund des gestiegenen Meeresspiegels in den Wassermassen verschwunden war. Beim Untergang im Guggenheim setzte die Künstlerin die für sie typischen reduzierten Mittel ein und ließ die im Dämmerlicht liegenden Aufgänge der sonst blau und mit grellen weißen Licht ausgestrahlten Rotunde mit Werken von Meistern wie Wassily Kandinsky oder Franz Marc aus der Ausstellung “The Great Upheaval” aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg für sich sprechen – schließlich steuerte die Welt zwei Jahre nach dem Untergang der Titanic auf eine weitaus größere Katastrophe zu. Die Atmosphäre im Museum war geisterhaft und dabei dennoch besinnlich. Man fragte sich, ob ein derart poetisches Ereignis einer menschlichen Tragödie Rechnung tragen kann. Die Musik wurde gelegentlich von Stimmen und Geräuschen unterbrochen, die an das Klirren von Gläsern und Kristallleuchtern, an einen dumpfen Aufprall oder an das Geräusch erinnerten, das entsteht, wenn ein Schiffsrumpf von einem Eisberg gebremst wird.

“Das Museum ist ein Schiff, jede Rampe ist ein Deck, das Boot ist unendlich wie ein Möbiusband…das Boot umgibt die See, der Ozean in der Mitte…” hatte Gonzalez-Foerster im Programmheft geschrieben. Während der Inszenierung überkam die Gäste tatsächlich das beklemmende Gefühl, dass sich die Rotunde wie eine Vase mit Wasser füllen könnte. Ansonsten blieb die Tragödie abstrakt und ließ sich nicht erfühlen. Das 45-minütige Konzert führte allerdings vor, dass wir heute wie damals in einer Zweiklassengesellschaft leben – und dass ein Großteil der normalsterblichen Besucher mit ihren Billigtickets den Untergang nicht überlebt hätte. Nach einiger Zeit wurden Männer von Frauen getrennt. Die Frauen durften sich zu den in Abendgarderobe gekleideten First-Class-Gästen nach oben gesellen, während die Männer, wie damals auf der Titanic, im Untergeschoss darauf warten mussten, von Bord gehen zu dürfen. So mancher erste-Klasse-Passagier schien von der Ankunft der regulären Gäste nicht recht begeistert oder auch einfach nur gelangweilt zu sein und verließ vorzeitig das sinkende Schiff. Für den Rest stand ein einziges weißes Rettungsboot bereit. Natürlich baumelte es ganz oben in der Rotunde. Für die Gäste weiter unten gab es nicht mehr als ein paar Rettungsringe.”

(Quelle: art-magazin.de )

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Frank Thompson aka Emma Edmonds- ein Flintenweib, das eigentlich Piratin werden wollte

HISTORISCHES Mitte des 19. Jahrhunderts, als auch in den USA und Kanada, Frauen nicht wählen durften, kein Eigentum besitzen durften oder auch ihren Beruf frei wählen durften, wuchs Emma in der kanadischen Provinz ­New Brunswick auf einer Farm auf. Sie war davon überzeugt, dass Frauen in dieser Männerwelt keine Chance hatten oder mit ihrem Worten: „In unserer Familie wurden Frauen nicht geschützt, sie wurden versklavt.“

Als Emma 13 Jahre war, nahte die Erlösung in Form eines Buches, der Novelle „Fanny Campbell, der weibliche Piraten-Kapitän“. Die Geschichte beschreibt eine Frau, die sich als Mann verkleidet auf See begibt, um ihren Liebhaber aus der Gefangenschaft in der Karibik zu befreien. Emma identifizierte sich mit Fanny Campbell, die reiten konnte und Pistolen abfeuerte. Emma war selbst ein Wildfang, der jagte und fischte. Einem Reporter erzählte sie später: „Ich ging an dem Abend nach Hause gekommen und all meine Probleme waren gelöst. Ich würde nie wieder ein Sklave sein.“

Mit 17 Jahren lief sie davon. Sie suchte nach Arbeit und fand in der Zeitung eine Anzeige, in der Verkäufer für Groschenromane gesucht wurden. Reisende Verkäufer waren allerdings nur männliche Verkäufer. Emma schnitt ihr Haar kurz, kaufte sich Männerkleider und kopierte männliches Verhalten. Sie sagte, dass sie die Freiheit liebte, die ihr diese Verkleidung gab. Sie war erfolgreich als Verkäufer und ließ sich schließlich in Flint nieder, wo sich ein wachsender Markt für Buchhändler entwickelt hatte.

Dann 1861 rief Präsident Abraham Lincoln zu den Truppen und sie folgte. Alle dachten es wäre ein leichtes Spiel und eine Chance für ein Abenteuer. Der Norden würde den Süden schneller überrollen, als sie als Soldaten zum Einsatz kämen. Emma war 19, als sie der Soldat Frank Thompson wurde, eine medizinische Untersuchung war damals nicht üblich.

Während des Krieges musste sie einige Hindernisse überwinden, um ihr Geschlecht zu verbergen. Sie fluchte nicht, trank, rauchte nicht oder spielte keine Karten und hatte ein glattes Gesicht. Das 2. Michigan Regiment machte sich über ihre kleinen Füße lustig und nannte sie „unsere Frau“. Sie half sich mit ihrer schnellen Auffassung und geschicktem Rollenspiel, wie ein guter Schauspieler.

Der Kommandeur des Regiments hielt ihn für zu zierlich, um bei der Infanterie eingesetzt zu werden und er setzte Frank als Krankenpfleger und Briefbote ein. Nach zwei Jahren verlies sie die Armee, als Begründung nannte sie eine Infektion mit Malaria, durch die ein Arzt ihre wirkliche Identität entdeckt hätte.

Nach der Armee schrieb sie unter ihrem richtigen Namen, Emma Edmonds, das Buch “Memoirs of a Soldier, Nurse and Spy“. Sie erwähnte allerdings nicht, dass sie in einer männlichen Verkleidung und in welchem Regiment sie gedient hatte. Ihre Leser dachten, sie hätte offen als Frau gedient. Die Militärdokumente widerlegten, dass sie jemals als Spionin tätig war.

Erst 1883, 20 Jahre, nachdem sie die Armee verlassen hatte, gab sie ihre Identität preis. Biografen sagen, um einen Anspruch auf eine Militärpension zu bekommen. Sie musste die Regierung davon überzeugen, dass Emma Edmonds und Frank Thompson ein und dieselbe Person sind. In Flint traf sie auf die Männer, die sich mit ihr für die Armee gemeldet hatten. Nach dem ersten Schock, dass sie eine Frau war, waren sie froh zu helfen.

Emma Edmonds war eine der wenigen, der etwa 400 Frauen, die in Männerkleidungen als Soldaten in diesen Krieg zogen und später offiziell als Kriegsveteran anerkannt wurden.

(Quelle:The Detroit News)

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Piratin der Kunst – Camille Rose Garcia

KUNST Camille Rose Garcia wurde 1970 in Los Angeles geboren. Ihre Mutter, ebenfalls eine Künstlerin, zog sie und ihre Schwester in der Nähe von Disneyland auf. Camille Rose studierte Kunst in Davis. Nach ihrem Abschluss 1994 war sie erst einmal von dem Studium so desillusioniert, dass sie beschloß nach Huntington Beach zurückzukehren und eine Band zu gründen, “The Minx”. Nix gegen ordentliche Mucker, aber es ist auch schön, dass sie sich wieder ihrer Zeichenkünste erinnert hat und mit uns ihre Hirnwelten teilt. Paula Rogers, Kunstkritikerin und bekennender Fan sagt:

“Garcia’s pretty pictures (lack) specific meaning and specific context…their insistent vagueness, smugness, blanket pronouncements, lack of nuance and grating self-righteousness add up to a static portrait / shallow response to something complex: I get it; things are bad. It’s disappointing to find out that the impetus for these works isn’t skillful.” (Quelle: wikipedia.org)

Camilles Zeichnungen wurden nicht nur im “Rolling Stone” veröffentlicht, Buchillustrationen, wie das obere Bild aus “The magic bottle”, und ihrem neusten Werk “Alice’s Adventures In Wonderland”, gehören ebenso zu ihrem Schaffen, wie zahlreiche Einzelausstellungen mit ihren Arbeiten.

Für mehr von ihrer Seite:
Camille Rose Garcia

Für mehr Bilder einer Ausstellung:
Jonathan Levine Gallery

Für mehr Worte (Interview zu “Alice’s Adventures In Wonderland”):
Suicide Girls

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Vorfreude

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Edgar Allan Poe – Ein Kartograf des Unbewussten

ein Text von Ulrike Brunotte bei mare-online

Als Edgar Allan Poe am 4. Oktober 1849 die Stadt Richmond auf dem Dampfschiff „Columbia” in Richtung Baltimore verließ, war er zwar bereits als Dichter bekannt, aber noch lange nicht etabliert. Gerade hatte er eine erfolgreiche Lesereise abgeschlossen und trug eine größere Summe Geldes bei sich. Am Abend des 5. Oktober muss sich Poe an den Baltimorer Docks, ganz in der Nähe seines Schiffes, aufgehalten haben. Dort wurde er überfallen, unter Drogen gesetzt, ausgeraubt und zusammengeschlagen. Ob er in die Hände normaler Diebe oder – so eine andere Version der Legenden um seinen Tod – in die von Wahlschleppern geraten war, ist bis heute ungeklärt. Eine ganze Nacht lag der Dichter schwer verletzt auf der Straße. Erst am darauffolgenden Tag fand ein Passant den Bewusstlosen, erkannte ihn und sorgte dafür, dass man ihn in ein Hospital überführte.

Der behandelnde Arzt Dr. Moran schreibt in seinen Erinnerungen, Poe habe die letzten einsamen Tage seines Lebens in „wildem Delirium” zugebracht. „Dieser Zustand dauerte zwei Tage”, so Moran, „als er anfing, nach einem gewissen ‚Reynolds’ zu rufen, was er die ganze Nacht bis um drei Uhr Sonntagmorgen tat.”

Des Dichters Ruf nach Reynolds klingt wie der Schrei nach einem Geistesverwandten. Jeremiah N. Reynolds war ein enthusiastischer Polarforscher. Mehrmals hatte er sogar versucht, eine amerikanische Expedition zum Südpol auf die Beine zu stellen. Als Poe Reynolds 1837 in New York kennenlernte, machte dieser durch Vorträge und Pamphlete von sich reden. Der Journalist Poe berichtete im „Southern Literary Messenger” über dessen politische Bemühungen vor dem Ausschuss für Seefahrtsangelegenheiten. Dabei ergriff er geradezu leidenschaftlich Partei für das Anliegen Reynolds’, die Grenzen des bisher Bekannten durch eine nationale Expedition zu überschreiten und „den unternehmenden Kaufmann und den kühnen Fischer nicht allein im Kampfe mit gefährlichen Felsenriffen und Passagen durch unerforschte Archipele” zu lassen, sondern endlich „selbst Pioniere in den Weiten dieses inselübersäten Ozeans zu werden”. Inmitten der öffentlichen Verhandlungen um eine amerikanische Antarktisexpedition diskutierte man damals ernsthaft die von Reynolds vertretene Theorie riesiger Erdtunnel an den Polen.

Seit 1818 schon hatte ein anderer Seefahrer, der amerikanische Kapitän John Cleve- Symmes, versucht, wissenschaftlich zu beweisen, dass die Erde hohl sei und dass es an den Polen Öffnungen gebe. 1820 publizierte dieser unter dem Pseudonym „Captain Adam Seaborn” einen Roman mit dem Titel „Symzonia: A Voyage of Discovery”, der die Reise eines Dampfschiffs zu den Südpolöffnungen und darüber hinaus bis ins Erdinnere beschrieb.

Diese geografische Utopie blickt auf eine alte, bis Platon reichende Tradition zurück. 1664 zeichnete Athanasius Kircher, ein deutscher Jesuit in Rom, in „Mundus Subterraneus” das Szenario ozeanischer Strömungen, die aus einem mächtigen Strudel am Südpol aufstiegen, um am Nordpol von einem ebenso abgründigen Malstrom wieder eingesaugt zu werden.

Wie die seefahrenden Pioniere, so verstand sich auch der Schriftsteller Edgar Allan Poe als wissensdurstiger Kartograf eines unbekannten Terrains: den Grenzbereichen der Seele. Dabei verdichtete sich in Poes Meeresgeschichten die mystische Geografie zu einer Landkarte des Unbewussten. Hatte der romantische Dichter noch in seinem frühen Gedicht „An die Wissenschaft” von 1827 diese als Feindin der Imagination verworfen, so festigte sich später die Überzeugung, dass wahre Forschung die Gelüste der Imagination sehr wohl zu befriedigen vermöge. Hinfort sollte Poe nicht allein als der Erfinder der Detektivgeschichte, sondern auch als einer der Begründer der Science-Fiction berühmt werden.

Das Bild des todbringenden Malstroms schwebt dabei wie ein Motto über dem Gesamtwerk Poes. Bereits in der Seegeschichte „MS Found in a Bottle” („Das Manuskript in der Flasche”, 1832) und in seinem einzigen Roman, der 1838 unter dem Titel „The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket” („Umständlicher Bericht des Arthur Gordon Pym von Nantucket”) erschien, sind die Poeschen Helden Reisende, deren geheimes Ziel die Vernichtung ist. Pym ist kein welterobernder Abenteurer, sondern ein Wissensdurstiger, den es dazu treibt, die Grenze des Todes zu überschreiten. Dabei folgt seine Katastrophensehnsucht dem gefährlichen „Geist der Perversheit”. So nannte Edgar Allan Poe den selbstzerstörerischen Drang, dem auch er zeitlebens ausgeliefert war.

Auf Dauer in harmonischen Verhältnissen zu leben war ihm offenbar nicht möglich. In Richmond war es ihm zwar gelungen, die Auflagen des „Southern Literary Messenger”, einer bis dahin unbekannten Zeitschrift, durch seine Rezensionen und Erzählungen in ungeahnte Höhen zu treiben. Doch anstatt seinen Erfolg zu genießen, überwarf er sich kurz darauf vom Alkohol getrieben mit seinem Chef. 1837 versuchte er dann in New York sein Glück, mitten in einer Wirtschaftskrise. Poe hatte einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt für den Beginn einer neuen literarischen Karriere im Zentrum des damaligen Geisteslebens gewählt. So schrieb er die ersten Teile von „The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket” abends in einem heruntergekommenen Hotel am Waverley Place, während er tagsüber bei allen Wochen- und Monatszeitungen der Stadt für eine Anstellung vorsprach. Als „Arthur Gordon Pym” 1838 als Roman auf den Markt kam, war er ohne Verfasserangabe. Ein ausführliches Vorwort über die Umstände der Veröffentlichung dieser „wahren” Reiseerzählung und ein ebenso ausführliches Nachwort des angeblichen Herausgebers Mr. Poe vom „Southern Literary Messenger” verfehlten nicht die erwünschte Wirkung und machten die Leserschaft glauben, ein authentisches Dokument in den Händen zu halten. Um dessen Glaubwürdigkeit noch zu steigern, zitierte Poe eine längere Passage aus Reynolds’ Forschungsbericht und ließ zahlreiche Fachausdrücke aus der nautischen Sprache in sein Werk einfließen.
(Textauszug)

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Film-Casting “Honky Tonk Pirates”

FILM Der Jugendbuch-Autor Joachim Masannek hat sich nach jungen Fußballern, junge Piraten vorgenommen und möchte diese nun in 3D auf die Leinwand bannen. Da eine 17jährige Piratin eine der Hauptfiguren seiner Buchvorlage “Honky Tonk Pirates” ist, unterstützen wir hier natürlich den Casting-Aufruf. Also nix wie ran wilde Mädels……. Bewerbt Euch hier

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Fifteen men on a dead man’s chest

Yo ho ho and a bottle of

Das ist mein Spezial-Fundstück zum Thema Fasching. Sexy Piratinnen-Kostüme kommen hier nicht auf die Seite!

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Awilda- Piratin des Nordens

HISTORISCH/LEGENDE Die Geschichte von Awilda wird von Historikern als Legende abgetan, ist bei den Skandinaviern jedoch sehr beliebt. Awilda soll die Tochter eines skandinavischen Königs aus dem 5. Jahundert gewesen sein, der die Hand seiner Tochter dem Kronprinzen Alf von Dänemark versprochen hatte. Awilda war damit absolut nicht einverstanden und beschloss mit einigen Freundinnen zu fliehen. Als Seemann verkleidet übernahmen sie ein Schiff und bereisten die Ostsee, wo sie auf ein Piratenschiff trafen, das gerade seinen Kapitän verloren hatte. Die Piraten waren sehr beeindruckt von den Neuankömmlingen und besonders von Awilda, die prompt zum neuen Kapitän des Piratenschiffes gewählt wurde. Das Piratengeschäft lief gut und auch der dänische König wurde aufmerksam. Er beschloss ihnen Einhalt zu gebieten und schickte seinen Sohn Prinz Alf mit seinen besten Männern, um die Piraten zu vernichten. Prinz Alf mit seinen Mannen gelang es das Piratenschiff zu entern und die Oberhand im Kampf zu gewinnen. Awilda war so beeindruckt von seinem Mut, dass sie den Kampf unterbrach, sich ihm zu erkennen gab und einwilligte ihn zu heiraten.

Eine Quelle der Legende um Awilda:

THE PIRATES OWN BOOK Authentic Narratives of the Most Celebrated Sea Robbers.
By Charles Ellms ( Originally published 1837)

„Even the females of the North caught the epidemic spirit, and proudly betook themselves to the dangers of sea-life. Saxo-Grammaticus relates an interesting story of one of them. Alwilda, the daughter of Synardus, a Gothic king, to deliver herself from the violence imposed on her inclination, by a marriage with Alf, the son of Sygarus, king of Denmark, embraced the life of a rover; and attired as a man, she embarked in a vessel of which the crew was composed of other young women of tried courage, dressed in the same manner. Among the first of her cruises, she landed at a place where a company of pirates were bewailing the loss of their commander; and the strangers were so captivated with the air and agreeable manners of Alwilda, that they unanimously chose her for their leader. By this reinforcement she became so formidable, that Prince Alf was despatched to engage her. She sustained his attacks with great courage and talent; but during a severe action in the gulf of Finland, Alf boarded her vessel, and having killed the greatest part of her crew, seized the captain, namely herself; whom nevertheless he knew not, because she had a casque which covered her visage. The prince was agreeably surprised, on removing the helmet, to recognize his beloved Alwilda; and it seems that his valor had now recommended him to the fair princess, for he persuaded her to accept his hand, married her on board, and then led her to partake of his wealth, and share his throne.“

Und weil das so romantisch war und so gut passt, jetzt noch der Song „Awilda“ von Kaya Rose in voller Länge :

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Traditional song – Female pirate

Out of Revernd S. Baring-Gould´s (England 1834-1924) collection of traditional songs
the „Female Pirate“

O com list a while, and you shall hear,
By the rolling sea lived maiden fair,
Her father had followed the smuggling trade,
Like a warlike hero,
Like a warlike hero that never was afraid.

Now, in sailor´s clothing young Jane did go,
Dressed like a sailor from top to toe,
Her aged father was the only care,
Of this female smuggler,
Of this female smuggler who never did despair.

With her pistols loaded she went aboard,
And by her side hung a glittering sword,
In her helt two daggers; well armed for war
Was this female smuggler,
who never feared a scar.

Now they had not sailed far from land,
When a strange sail brought them to a strand,
„These are sea robbers,“ this maid did cry,
„But the female smuggler will conquer
or will die,“

Alongside, then, this strange vessel came,
„Cheer up,“ cried Jane, „we will board the same;
We´ll run all chances to rise or fall,“
Cried this female smuggler,
Cried this female smuggler,
who never feared a ball.

Now they killed those pirates and took their store,
And soon returned to old Eng-a-land´s shore,
With a keg of brandy she walked along,
Did this female smuggler,
Did this female smuggler,
and sweetly sang a song.

Now they were followed by the blockade,
Who an iron strong did put this fair maid.
But when they brought her for to be te-ried,
This young female smuggler,
This young female smuggler stood
dressed like a bride.

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