Ellen Craft- a gentleman who is a gentlewoman

„Meine Frau wurde in ihrer Kindheit aus der Armen ihrer Mutter gezerrt und in einen entfernten Teil des Landes verschleppt. Sie hatte gesehen, wie viele Kinder in so grausamer Art von ihren Eltern getrennt wurden. Der bloße Gedanke jemals Mutter eines Kindes zu werden, ein erbärmliches Leben unter dem miserablen System der amerikanischen Sklaverei ertragen zu müssen, erfüllte ihre Seele mit Grauen. Als sie diese, wie ich fand wichtige, Einschätzung ihrer Bedingungen traf, habe ich nicht auf eine Heirat gedrängt, sondern stimmte zu, ihr bei der Entwicklung eines Plans zu helfen, mit dem wir unseren unglücklichen Bedingungen entfliehen können und dann heiraten wir.“

­William Craft schildert in „Running a Thousand Miles for Freedom: The Escape of William and Ellen Craft from Slavery“ (1860) so denn Moment der Entscheidung in Macon für eine gemeinsame Flucht. Ellen wurde 1826 geboren und war die Frucht einer afrikanischen Sklavin und ihrem weißen Herren. Ellen war sehr hellhäutig, was ihr ermöglichte, eine geschickte Täuschung für ihre Flucht mit ihrem dunkelhäutigeren Geliebten zu planen.Es dauerte einige Zeit, bis sie auf die Idee kamen, denn die Angst vor professionellen Sklavenjägern, die sich auf ihre Fersen heften würden, war groß. ­Würden diese sie erwischen, würde sich ihre Situation noch mehr verschlechtern. Sie wären für den Rest ihres Lebens getrennt oder möglicherweise zur Abschreckung für die anderen zu Tode gefoltert worden. Den Sklavenhalter dieser Zeit gefielen die blutigen Inszenierungen, um ihr menschliches Eigentum zu demütigen. Der Fluchtplan musste sorgfältig überlegt und ausgeführt werden, denn schließlich mussten 1000 Meilen von Georgia aus überwunden werden, bis für Sklaven sicheres Gebiet erreicht werden konnte. Sklavenhalter hatten das Recht ihre Sklaven in jedes von ihnen gewünschte Gebiet mitzunehmen, und da Ellen sehr hellhäutig war, entstand die Idee, sie als Gentleman zu verkleiden, der/die von einem Sklaven begleitet wird. Ellen sagte dazu „Ich denke, dass es für uns fast nicht durchführbar ist, aber ich fühle, dass Gott auf unserer Seite ist und mit seinem Beistand, ohne Berücksichtigung aller Unwegsamkeiten, wird es uns gelingen. Wenn du die Verkleidung besorgst, bin ich dabei.“ Es war nicht einfach die Kleidungsstücke zu besorgen, da ein Gesetz in Georgia den weißen Händlern verbot, ohne Erlaubnis des weißen Meisters an Sklaven Dinge zu verkaufen, aber es gab auch genug Menschen, die Mitleid mit ihnen hatten. Ellen versteckte die Sachen sorgfältig in einer Truhe, die William für sie gebaut hatte. Einige liberalere Sklavenhalter gaben ihren Sklaven bei besonderen Anlässen Urlaub, und da Ellen sehr beliebt war, bekam sie diesen für Weihnachten und ihr Mann ebenfalls.Sklaven konnten in dieser Zeit nicht lesen und schreiben, aber als weißer Meister verkleidet, hätte Ellen einige Papiere auf der Reise unterzeichnen müssen. Ellen kam auf die Idee, eine Verletzung der Hand vorzutäuschen. William beschrieb die letzten Minuten vor ihrer erfolgreichen Flucht „Wir saßen die ganze Nacht zusammen, diskutierten den Plan und trafen Vorbereitungen. Kurz bevor die Zeit anbrach zu gehen, schnitt ich die Haare meiner Frau ab und legte ihr die Verkleidung an. Ich fand, dass sie erstaunlich wie ein sehr respektabler Gentleman aussah!“

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